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Spatzennest

Spatzennest

Wohngruppe Spatzennest

Johannes-Jensen-Weg 1
24873 Havetoft
Tel. 0 46 03 / 96 42 35
Fax 0 46 03 / 96 46 079

Gruppenleiterin:
Christa Bockholt, Erzieherin, innewohnend

Erstbezug: 1996
Platzzahl: 10 Jungen und Mädchen
Verselbständigungsappartement im Haus
Alter der Kinder u. Jugendlichen: 1 – 18 Jahre

Betritt ein Gast das Haus Spatzennest, das in einem Wohngebiet in Havetoft steht, wird schon in den ersten Minuten des Gesprächs klar, dass es ein Vorurteil ist, dass die Menschen im nördlichen Schleswig-Holstein trocken und wortkarg sein sollen. Warmherzig, offen und hilfsbereit ist der erste Eindruck. Die Kinder und Jugendlichen sind lebendig und neugierig, eben wie Kinder so sind. Klar ist auch vom ersten Moment an, dass es sich in den Augen von Mitarbeitenden und Bewohnern bei der Gruppe Spatzennest nicht einfach um eine Wohngruppe, eine Heim, handelt, sondern um einen Lebensraum, ein Zuhause auf Zeit.

Was ist es also, was diese Wohngruppe zu mehr als einer „Wohngruppe“ macht?
Zunächst einmal die nüchternen Fakten: Das Spatzennest verfügt über 8 Einzelzimmer und ein Verselbständigungsappartement für 2 Personen. Je zwei Bewohner teilen sich ein Badezimmer. Im Erdgeschoss gibt es ein großzügig gestaltetes Wohn- und Esszimmer, im Untergeschoss befinden sich neben einem Mitarbeiterbüro ein Freizeitraum mit Kicker und Tischtennisplatte und ein mit den jugendlichen Bewohnern gemeinsam geplanter und eingerichteter Internetraum.

Die Bandbreite der Gründe für eine Unterbringung ist weit gefächert, sie reichen von Schulverweigerung, über aggressive und autoaggressive Verhaltensweisen und Verwahrlosung, bis hin zur seelischen Behinderung aus dem autistischen Formenkreis. Die Anforderungen an die fünf Mitarbeiter sind entsprechend vielschichtig. Jenseits der Fakten sind es aber die Menschen, die einen Ort prägen. Zurzeit leben im Spatzennest Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und sechzehn Jahren. Die Gruppenleiterin, Christa Bockholt, bewohnt mit ihrem Partner als innewohnende Erzieherin im ersten Stock. Vielleicht ist es eben jene Konstanz und Nähe, die über jede professionelle Distanz hinaus ein Gefühl der Wärme und Anteilnahme vermittelt, das Kindern und Jugendlichen das Gefühl vermittelt, nicht einfach in einem Heim zu wohnen.

Nun mag man einwenden, dass auch bei den Kindern im Spatzennest vieles nicht auf Anhieb funktioniert, dass Wutausbrüche und Beleidigungen auch hier viel zu oft zum Alltag gehören. Es bliebe nicht viel anderes übrig als zu sagen: Stimmt! Aber, es werden weniger, je länger ein Kind im Spatzennest bleibt. Und eben dies macht den Unterschied aus zu einer bloßen Verwahrung. Kinder und Jugendliche die hier lebten werden mit dem Wort „Zuhause auf Zeit“ eine gute Erinnerung verbinden.

Spatzennest